Der Schmitt-Brief vom 17.4.2020/Beispielbrief

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Arbeitszeiterfassung für alle:

Das forderte vor einem Jahr der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem Urteil.

Inzwischen grassiert Corona in der EU und die Mitgliedsstaaten haben ganz andere Sorgen. In Deutschland ist zudem gar keine systematische Erfassung der Arbeitszeit notwendig!

Gesetzlich normiert ist eine einheitliche Regelung hierzulande ohnehin nicht - eines der wenigen Felder, das nicht bürokratisch beladen ist.
Hinzu kommt: Rd. 75 % der hiesigen Arbeitnehmer halten ihre geleisteten Stunden bereits fest, entweder eigenhändig oder mit einem Zeiterfassungssystem.

Für das restliche Viertel stehen Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit sowieso fest.
Rd. die Hälfte von diesem Viertel arbeitet mit einer Vertrauensarbeitszeit. Bei diesen Mitarbeitern handelt es sich ganz überwiegend um hoch qualifizierte (Akademiker), gut bezahlte Fachkräfte. Der Beleg:

Im Durchschnitt verdienen die ‚Zeiterfasser‘ 16,80 € brutto je Stunde, die ‚Nicht-Zeiterfasser‘ 19,10 €. Man könnte auch sagen: Je höher die Entlohnung, desto mehr Gestaltungsfreiheit. Dass die ‚Besserverdiener‘ deshalb aber mehr arbeiten als die ‚Zeiterfasser‘, stimmt nicht: Oft arbeiten sie im Mittel weniger Stunden. Und warum auch nicht: Kreative und konstruktive Ideen brauchen keine systematische Zeiterfassung!

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