Der Schmitt-Brief vom 25.1.2017/Beispielbrief

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EU will besseren Schutz vor Krebsgefahren am Arbeitsplatz.

Brüssel setzt deshalb Grenzwerte für 7 weitere krebserregende Chemikalien.

Das betrifft rd. 4 Mill. Arbeitnehmer in Europa. Die neue Initiative der Kommission baut auf den bisherigen Arbeiten hierzu auf und zielt darauf ab, Mitarbeiter besser zu schützen sowie Unternehmen (insbesondere mittlere, kleine und Kleinstfirmen) bei ihren Bemühungen zu unterstützen, den bestehenden Rechtsrahmen einzuhalten und die Verfahren von Bürokratie zu entlasten.

Vor 25 Jahren wurde die erste EU-Richtlinie in diesem Bereich angenommen. Seit 2008 ging die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle um nahezu ein Viertel zurück und der Anteil der Beschäftigten in der EU mit mindestens einem gesundheitlichen Problem, das durch ihre Arbeit verursacht oder verschlimmert wurde, sank um fast 10 %. Dennoch gibt es weiterhin Herausforderungen: Schätzungsweise 160 000 Menschen sterben in Europa jedes Jahr an arbeitsbedingten Krankheiten.

Hehre Ziele: Die neuen Grenzwerte für weitere krebserregende Stoffe sollen nach Hochrechnungen Brüssels in den nächsten Jahrzehnten mehr als 90 000 Krebsfälle und Hunderte Todesfälle sowie Gesundheitskosten in Milliardenhöhe vermeiden.

Reguliert werden u.a. verunreinigte Schmieröle, die Hautkrebs verursachen können.
Auf der Liste stehen darüber hinaus auch die Chemikalien Trichlorethen, mehrere Ethylene, Diaminodiphenylmethan, Epichlorhydrin sowie Gemische. Die Stoffe werden in der Chemieindustrie sowie bei der Herstellung von Papier, Plastik und Schaumstoffen benutzt.

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