Der Schmitt-Brief vom 25.1.2017/Beispielbrief

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Ist Janet Yellen Trumps Gegenspielerin?

Und damit vielleicht eine der Letzten, die ihm Paroli bieten kann?

Bezogen auf die Geldpolitik ist das sicher so. Die Fed-Chefin gab bereits letzte Woche zu Protokoll, dass sie - sollten Trump und seine Administration wirklich Steuererleichterungen und Infrastrukturmaßnahmen oder preistreibende Handelsbeschränkungen durchsetzen - erst recht mit Zinserhöhungen reagieren wird. Nur:

Letztlich dürfte das ein kurzes ‚Vergnügen‘ werden.
Grund: Yellens Amtszeit geht bereits im Februar 2018 zu Ende. Trump wird sie danach aller Voraussicht nach durch jemanden ersetzen, der seiner Wirtschafts- und Finanzpolitik nicht so streng gegenübersteht. Indes: Trump ist - wie angemerkt - Unternehmer. Auch er muss erkennen:

Es wäre ein schlechtes Geschäft, wenn er jetzt wie Ronald Reagan in den 1980er-Jahren agiert.
Dessen Steuervorteile für die Unternehmen veranlassten die US-Notenbank damals zu sehr harschen Zinserhöhungen, die letztlich in einer Rezession (Anfang der 1990er-Jahre) führten. Heute herrscht dagegen praktisch schon Vollbeschäftigung in den USA und die Konjunktur läuft - wenn auch nicht überbordend - denkbar rund.

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