von 9:00 - 17:00 Uhr

16:58 | Nanogate: Mittelzufluss von 50 Mio. Euro

Die Nanogate SE hat ihre Finanzstruktur optimiert und sich weiteren Spielraum für die Wachstumsfinanzierung gesichert. Neben dem Abschluss eines neuen Konsortialkredits unter Führung der BGL BNP Paribas gab der Spezialist für Hightech-Oberflächen auch die erfolgreiche Platzierung eines Schuldscheindarlehens im Volumen von 50 Mio. Euro bekannt. Nanogate profitierte bei der Emission, die deutlich überzeichnet war, von seiner Bonität im „Investment-Grade“. Der Mittelzufluss aus dem Schuldscheindarlehen soll in erster Linie der anstehenden Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten sowie der Wachstumsfinanzierung dienen. „Das hohe Interesse der Investoren und die für Nanogate attraktiven Konditionen sind zugleich Beleg für unsere gute operative Entwicklung sowie unsere strategische Ausrichtung“, wird Nanogate-CEO Ralf Zastrau zitiert. Nanogate bleibt ein Langfristfavorit der Redaktion. Bernecker Redaktion (www.bernecker.info) Der Aktionärsbrief


15:00 | ROCKET INTERNET: Das Prinzip der Hoffnung

ROCKET INTERNET schaffte es, die dritte Tochter erfolgreich an der Börse zu platzieren. Kompliment! Allen gemeinsam ist jedoch, was nunmehr schwierig zu beurteilen bleibt:

DELIVERY HERO wird sogar Mitglied im MDAX. HELLOFRESH schaffte es bereits in den SDAX und HOME24 liegt auf der gleichen Ebene, nämlich: In allen drei Sektoren wachsen die Umsätze zweistellig. Doch die Verluste ebenfalls. Nun kann man im Grundsatz unterstellen, dass irgendwann bei riesigen Umsätzen eine schwarze Null erreicht wird oder eine schwarze Zahl. Das wäre zu wünschen. Klare Erkenntnis ist jedoch:

Das Online-Business ist ein Schlager in sehr vielen Sektoren, doch echte Gewinne im Online-Business wurden bislang nicht erzielt und werden von inzwischen guten Kennern des Sektors auch bezweifelt. Der Grund: Das Aktivgeschäft, also der Verkauf lässt sich sehr wohl pushen. Das Problem sind die dahinterstehenden Kosten, die in besonderer Form das Ergebnis belasten. Mithin:

Das Onlinegeschäft ist in Ordnung, aber nachhaltige Erträge, die die bisherigen Kapitalisierungen rechtfertigen, lassen sich vorerst nicht erreichen. Knapp 12 Mrd. € für ZALANDO oder 2,1 Mrd. € für HELLOFRESH lassen sich nur nach dem Prinzip der Hoffnung für Investments nutzen.

Konsequenz: Mit kleineren Investments fahren wir mit, um die Hoffnungschancen zu nutzen, aber das Risiko zu begrenzen. Eine Kapitalisierung von HOME24 mit rd. 700 Mio. € ergibt das Gleiche.

Dies ist ein Ausschnitt aus der aktuellen Actien-Börse Nr. 25 vom 23.06.2018! Die komplette Ausgabe und weitere Themen finden Sie auch unter www.BoersenKiosk.de im Einzelkauf!

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Weitere Themen dieser Ausgabe u.a.:
++ Das Economic Sentiment
++ Bei SIEMENS wird es spannend
++ Neue Investmentstrategie im MDAX
++ Sollten Sie jetzt schon bei NANOGATE einsteigen?
++ Paris überzeugt im Moment mit interessanten Überraschungen
++ Interessante Gelegenheit: ATOS
++ Wall Street tritt auf der Stelle
++ Spezialist in der Dentaltechnik: DENTSPLY SIRONA
++ GOPRO: Bodenbildung abgeschlossen?


10:29 | Wende bei DÜRR?

Bei DÜRR (WKN: 556 520; 92,52 €) konkretisiert sich die Wende in der Kursentwicklung. Von ungefähr 120 € war die Aktie auf etwas mehr als 80 € gefallen und hatte damit eine Menge Dampf abgelassen. Bei der jüngsten Hauptversammlung am 9. Mai gab es den Segen für eine Dividende von 2,20 € je Aktie - es war die achte Anhebung in Folge und der höchste Wert seit dem Börsengang im Jahr 1990. Unterdessen wartete das Unternehmen in den vergangenen Wochen mit einigen strategischen Pinselstrichen auf. Dazu gehört zum einen die Aufstockung bei der Homag Group um etwa 1,26 Mio. Aktien auf eine Beteiligungsquote von 63,9 %; einen großen Teil des Zukaufs wickelte man über eine Kaufoption über 7,05 % des Grundkapitals ab, was reizvoll ist, da man inkl. dessen für die etwa 1,26 Mio. zugekauften Homag-Aktien im Durchschnitt gerade mal 27,73 € bezahlte. Das vergleicht sich mit einem Homag-Aktienkurs von derzeit grob 61 €.

Die Aktionärsgruppe Schuler-Klessmann als Verkäuferin steht anschließend noch für 14,1 % an Homag. Allerdings gibt es eine Poolvereinbarung mit Dürr, womit bei einer Hauptversammlung eine Dreiviertelmehrheit geschaffen werden könnte. Gegen Anfang Juni meldete man die Unterzeichnung des Kaufvertrags für das industrielle Umwelttechnikgeschäft der amerikanischen Babcock & Wilcox Enterprises. Dies steht (über die beiden Einheiten MEGTEC und Universal) im laufenden Jahr voraussichtlich für rund 200 Mio. € Umsatz und soll die Umwelttechnik-Division „Clean Technology Systems“ von Dürr ergänzen, für die bis zu 200 Mio. € Umsatz in diesem Jahr veranschlagt sind. Per 2021 will Dürr in dem neu formierten Bereich auf Erlöse von bis zu 500 Mio. € kommen und dabei eine Ebit-Marge von 6 bis 7 % erwirtschaften. Fazit: Erst nach einem charttechnischem Ausbruch über 97/98 € läge wieder ein dringend benötigter positiver Impuls vor. Bis dahin bitte mit Käufen abwarten!

Dies ist ein Ausschnitt aus dem aktuellen Aktionaersbrief. Den kompletten Brief lesen Sie unter www.boersenkiosk.de oder in der BerneckerBK App.


09:38 | JD.COM ist die chinesische Kopie von Amazon

Das Unternehmen ist zusammen mit Alibaba einer der beiden wichtigsten E-Commerce-Player in China. JD hat aufgrund des säkularen Wachstums der Internetnutzung und des E-Commerce in China enorme Wachstumsperspektiven, hinkt jedoch aufgrund der hauchdünnen Margen infolge hoher Investitionen anderen chinesischen Internetaktien weit hinterher. JD wächst organisch zwischen 30 und 40 %, liegt aber in der Nettomarge irgendwo zwischen 1 und 2 %. Das liegt auch an hohen Investitionen in die Logistik. Hier geht es besonders um autonome Fahr- bzw. Liefertechnologie (insbesondere autonome Lieferfahrzeuge in der Größe von Einkaufswagen und Lieferdrohnen, die bis zu einer Tonne transportieren können). JD.com plant auch, Hunderte von sog. unbemannten Convenience Stores zu eröffnen, die mit Gesichtserkennungstechnologie arbeiten. Mit einem Umsatz von 57 Mrd. $ auf seiner E-Commerce-Plattform im Jahr 2017 wird die ganze Reichweite dieses Konzerns deutlich.
Während Alibaba schon massiv von Werbeeinnahmen auf seinen Plattformen profitiert, steht JD hier erst am Beginn. Weiteres Potenzial liegt bei den sog. Third-Party Sales (Verkäufe von Dritten). So könnte z. B. Nike seinen eigenen Shop auf JDs Plattform eröffnen, um dort seine Produkte zu vertreiben. Amazon verdient damit sehr viel Geld. JD ist hier noch gar nicht aktiv. Margen zwischen 6 und 9 % gelten in den nächsten Jahren deshalb als machbar. 63 Mrd. $ Börsenwert sind somit weiter ausbaufähig. Dreistellige Kurse sind auf lange Sicht drin.

Dies ist ein Ausschnitt aus dem Aktionärsbrief Nr. 25 vom 21.6.2018.

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08:26 | Erholt sich: MATTEL

Der Spielzeughersteller MATTEL konnte sich im 1. Quartal deutlich von den Einschlägen im amerikanischen Einzelhandel erholen. Allein der Absatz der Marke Barbie kletterte um 24 % im Jahresvergleich. Der Konkurs von Toys R Us hatte zuvor die Befürchtungen aufkommen lassen, dass Mattel im Kampf um Marktanteile verlieren wird, da dieser bedeutende Vertriebskanal unter Umständen nicht zu ersetzen wäre. Entsprechend stark verloren die Aktien und Anleihen. Doch Mattel beweist Kampfgeist und Vertriebskraft. Hinzu kommt: Mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden kommt frischer Wind ins Geschäft. Ynon Kreiz ist in der Branche ein unbeschriebenes Blatt, hat jedoch einige unternehmerische Erfolge vorzuweisen. Die Chancen für einen Turn-around stehen nicht schlecht. 2018 werden die Zahlen rot bleiben,
per 2019 dürfte die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelingen.

Dies ist ein Ausschnitt aus dem Aktionärsbrief Nr. 25 vom 21.6.2018.

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07:24 | DÜRR rückt wieder in den Fokus!

Sagenhaft, welche Kurskorrektur diese Aktie hinter sich gebracht hat: Von rd. 120 € am 1.11.2017 ging es bis auf etwa 82,50 € abwärts. Nun schickt sich das Papier an, den Widerstand bei ca. 94 € nachhaltig zu überwinden. Aus gutem Grund: Bei der jüngsten Hauptversammlung gab der Vorstand u.a. bekannt, Dürr habe seine Beteiligung an der Homag Group auf knapp 64 % erhöht. Ein sehr guter Deal! Denn: Aufgrund einer Kaufoption zahlte man letztlich pro Homag-Anteilsschein durchschnittlich nur 27,73 € statt um die 60 €; insgesamt wurden jetzt 1,26 Mill. Aktien von Homag übernommen. Darüber hinaus kaufte Dürr etwa Anfang dieses Monats das Geschäft mit industrieller Umwelttechnik
von Babcock & Wilcox aus den USA. Auch dies eine gute Entscheidung, da dadurch die eigene Sparte von Dürr namens Clean Technology Systems gestärkt wird. Der Zukauf soll den bisherigen Umsatz von 200 Mill. € in diesem Jahr in etwa verdoppeln; für 2021 sind 500 Mill. € Umsatz im Visier bei einem Anteil des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern am Umsatz (EBIT-Marge) in Höhe von 6 bis 7 %. Wir hatten uns von Dürr Ende April verabschieden müssen, da ein Stop-Loss griff. Wer dem damals folgte, fuhr einen Kursgewinn von 1 % ein. Heute wagen wir den Wiedereinstieg auf aktuellem Niveau.

Dies ist ein Ausschnitt aus Börse easy Nr. 25 vom 20.6.2018.

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06:30 | DEUTSCHE BANK zahlt...

...und zwar eine Geldstrafe. Diese beläuft sich auf 205 Mio. $. Der Grund für die Punation ist ein Verstoß gegen Bankengesetze. Die New Yorker Finanzbehörde warf dem Finanzinstitut vorschriftswidriges Gebaren bei Devisengeschäften von 2007 bis 2013 vor. Zudem soll die Bank Kunden in die Irre geführt haben. Die Deutsche Bank indes hat der Zahlung der Strafe zugestimmt. Das Institut wird nun Maßnahmen ergreifen, um ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu vermeiden. Die Strafe ist nach Angabe eines Bankensprechers offenbar komplett durch bestehende Rückstellungen gedeckt...

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