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12:57 | DEUTSCHE BANK/ COMMERZBANK?

Alle Banken waren gestern Tagesgewinner. Hier zeichnet sich ein etwas anderes Bild ab, was nicht von Zinsen geprägt ist, sondern von einer hintergründigen Tendenz stabilerer Erträge. Wie weit gehen die Kombinationen DEUTSCHE BANK/ COMMERZBANK?

Tatsächlich gibt es konkrete Planspiele für eine solche Fusion. Dazu gehört leider die feste Erkenntnis, dass sie nur dann Sinn macht, wenn man 30.000 Jobs aufgibt, um die Kostenbasis so zu gestalten, dass sie wirklich trägt. Ist dies politisch in Deutschland umzusetzen? Wir haben schlicht Bedenken. Richtig ist aber auch: Die Short-Positionen in der DEUTSCHEN BANK werden schrittweise zurückgeführt. Wie dies läuft, wird eine spannende Angelegenheit. Die letzte bekannte Zahl zeigt 5,3 % Shorts vom ausstehenden Kapital. Die Spitze lag bei 6,7 %, die Reizschwelle angeblich bei 12 €, aber wir vermuten: Ab 11 € wird es eng. Wir bleiben komplett investiert.

Dies ist ein Artikel aus der heutigen AB-DAILY. Börsianer lesen den kompletten Brief unter www.boersenkiosk.de oder in der Apple-App! Wir wünschen ein schönes Wochenende!


10:30 | Tiefflieger: NEMETSCHEK

Größter Tiefflieger war gestern NEMETSCHEK mit - 13 %. Wie wir beide Bausoftware-Spezialisten sehen, also auch RIB SOFTWARE, hatten wir mehrfach beschrieben. Unsere Warnung bleibt: Von hochgejubelten Empfehlungen von Analysten und Banken halten Sie sich bitte weiter fern. Andererseits: Korrigiert eine solche Aktie um 20 oder 30 %, dann ist sie eben wieder ein Kauf. Denn es geht nicht um die Qualität der Geschäfte, sondern um die Übertreibungen, die in relativ engen Märkten nun einmal zu unterstellen sind.

Dies ist ein Ausschnitt aus der heutigen AB-Daily.

Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info


09:30 | EVOTEC: Nicht nur an der Börse läuft es rund

Die jüngsten Quartalszahlen ließen die Hamburger noch deutlich besser dastehen als von Analysten gedacht. Experten loben das Umsatzpotenzial, das sich EVOTEC mit jeder weiteren Kooperation sichert. Bis Mitte August ist die Pipeline des Unternehmens auf 100 gemeinsam mit Partnern entwickelte Medikamente angewachsen. Nach SANOFI und MEDIMMUNE ist EVOTEC spätestens mit der NOVO-NORDISK-Kooperation auch als feste Größe in der frühen Diabetes-Forschung herangewachsen. Diese Allianz hat das Potenzial, zu etwas ganz Großem zu werden. EVOTEC ist zweifelsohne einer der Leuchttürme der wenig homogenen Pharma- und Biotechbranche. Die Hamburger sind eine hochqualitative Firma. Die Zeit als Anleger-Liebling begann für EVOTEC im Frühjahr 2016. Damals waren nach einem kräftigen Knick Biotech-Aktien bei Anlegern weltweit wieder gefragt. Mit schöner Regelmäßigkeit hopste auch der EVOTEC-Kurs mit jeder bekannt gegebenen Kooperation ein Stückchen weiter nach oben. Die Anleger honorierten damit vor allem auch die Aussichten auf künftige Einnahmen durch Medikamente. Vom Zwischentief im Februar 2016 bis zum jüngsten Rekord Anfang September dieses Jahres bei 23,36 Euro hat sich der Kurs so mehr als verachtfacht. Allein seit
Jahresbeginn verteuerte sich die Aktie als einer der größten Gewinner im TecDax um gut 40 %. Nach monatelangem Durchhänger und dann kontinuierlichem Anstieg bis zum Hoch befand sich die Aktie zuletzt wieder auf dem Rückzug. Das niedrigere Kursniveau bietet wieder eine Einstiegschance.

Dies ist ein Ausschnitt aus der heutigen TB-Daily. Sollten Sie die Termin-Börse und die TB-Daily nicht abonniert haben, lesen Sie bitte mehr bei unserem Partner unter www.Boersenkiosk.de.

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08:33 | OPEL legt den Rückwärtsgang ein

Die Auftragslage ist schlecht. Daher fährt Opel die Produktion im Stammwerk Rüsselsheim weiter zurück. Die Werksleitung hat im Zeitraum 1. bis 29. Oktober insgesamt sieben sogenannte Korridortage beantragt. An Korridortagen ruht die Produktion, Mitarbeiter blieben zu Hause. Genutzt werden dafür die Arbeitszeitkonten der Beschäftigten.

Darüber hinaus ist offenbar eine weitere Abtaktung der Produktion geplant, diese ist aber noch nicht durch. Gemunkelt wird, dass künftig mit der gleichen Mitarbeiterzahl nur noch 35 statt 42 Fahrzeuge pro Stunde vom Band laufen sollen. Damit würden die Fließbänder bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate abgebremst. Nach den Sommerferien wurde die Produktion im Stammwerk bereits von 55 auf die aktuell 42 Einheiten pro Stunde reduziert.

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07:35 | Finger weg von ZALANDO

Dass der Himmel auch im Online-Modehandel nicht voller Geigen hängt, zeigt die Gewinnwarnung von Zalando. Schon beim Bericht über das zweite Quartal avisierte man für 2018 ein Umsatzwachstum in der unteren Hälfte der Erwartungsrange sowie für die Anstiegsrate beim bereinigten Ebit einen Wert am unteren Rand der Spanne. Nun wurde die Messlatte für beide Eckgrößen nochmals tiefer gehängt. Für den Umsatz heißt das eine erwartete Steigerung am unteren Rand der Range von 20 bis 25 %. Das bereinigte Ebit wird mit voraussichtlich 150 bis 190 Mio. € im Gesamtjahr (statt am unteren Rand der Range 220 bis 270 Mio. €) nochmals auf Diät gesetzt. Das wäre gegenüber den beiden Vorjahren mit jeweils etwas mehr als 215 Mio. € sogar ein Rückgang und eine Margeneintrübung. Begründet wurde dies besonders auch mit Witterungsverhältnissen, höheren Rabatten und gestiegenen Fulfillmentkosten. Bewertungsmäßig bewegt sich die Aktie auf dünnem Eis mit einem (selbst auf der reduzierten Kursbasis) noch hohen 2019er KGV von etwa 62,7. Fazit: Zalando ist keine Aktie, die wir im Portfolio
halten wollen! Erholungspotenzial hin oder her.

Dies ist ein Ausschnitt aus dem Frankfurter Börsenbrief Nr. 38 vom 22.9.2018.

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06:28 | AIXTRON ist einer der volatilsten Titel...

...seit über 20 Jahren. Einer der letzten Reste aus dem sogenannten Neuen Markt. Technisch hervorragend aufgestellt als weltweit führender Hersteller von MOCVD (Anlagen zur Synthese von Verbindungshalbleitern und Multikomponentenmaterialien). Die Bandbreite der Umsätze ist extrem groß. Das liegt an den Asien-Aufträgen, die keine
kontinuierliche Entwicklung zeigen. Ein Marktwert von 1,1 Mrd. € ist dafür viel oder wenig, je nachdem wie das Management die Dinge einschätzt. Zwei oder drei etwas fragwürdige Investoren stehen im Hintergrund. Auch diese kennen wir seit vielen Jahren. Von 19,70 bis 9,70 € ergab eine runde Halbierung des Kurses in 12 Monaten. Das ist die Basis für einen neuen Einstieg mit brauchbaren Durchschnittszahlen in
der objektiven Bewertung. Die Bandbreite für Käufe stellen Sie etwas breiter, um die genannte Volatilität aufzufangen.

Dies ist ein Ausschnitt aus der Actien-Börse Nr. 38 vom 22.9.2018.

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