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09:30 | STABILUS will Umsatzschallmauer durchbrechen

Und zwar die von 1 Mrd. Euro. Das würde ein Umsatzplus von 5 % bedeuten. Obwohl der Koblenzer Hersteller von Gasdruckfedern stark von der Autoindustrie abhängig ist, laufen die Geschäfte bisher solide. Das haben auch die am Freitag bekannt gegebenen Zahlen wieder gezeigt. Angesichts der hohen Branchenabhängigkeit und vor dem Hintergrund der fragilen Marktverfassung ist ein KGV von 15,5 per 2019 aber nicht unbedingt ein Schnäppchen. Käufe erst wieder ab 48 € oder darunter!

Dies ist ein Ausschnitt aus der heutigen AB-Daily.

Ihre Bernecker Redaktion / www.bernecker.info


08:29 | CARL ZEISS MEDITEC vor Kursknick?

Mit dieser Frage gehen wir in Gegenposition zum Markt, der diesen Medizintechniker innerhalb der jüngeren Zeit mit
relativer Stärke verwöhnte. Nicht dass wir uns missverstehen:
Die langfristige Story ist weiterhin reizvoll. Die Tochter der Carl Zeiss Gruppe (Anteil ca. 59 %) versteht sich auf Ophthalmologie (Produkte und Lösungen bei Augenkrankheiten) und Mikrochirurgie (Visualisierungslösungen für minimalinvasive Eingriffe). Mit
der alternden Gesellschaft und dem Kostendruck in der Gesundheitswelt haben beide Bereiche Potenzial. Die Unternehmensentwicklung im ersten Dreiviertel des Geschäftsjahres 2017/18 geht ebenfalls in Ordnung. Umsatz + 7,1 % (währungsbereinigt sogar 11,7 %). Das Ebit war etwas verzerrt durch Sonderfaktoren; bereinigt gelang ein Anstieg um 8,0 %, die bereinigte Ebit-Marge wurde leicht erhöht auf 14,8 %. Bei der Aufteilung des Gewinns pro Aktie gab es dennoch einen merklichen Rückgang um 16,5 % auf
0,92 - auch wg. der gestiegenen Aktienzahl angesichts der Kapitalerhöhung vom März vergangenen Jahres. Frage: Rechtfertigt dieser Unternehmensrahmen ein 2019er-KGV von ca. 38,6? Wir meinen: Bei dieser Flughöhe kann es Luftlöcher geben. Charttechnisch sind Kurse um 60 € ohne Weiteres möglich. Rückschlagpotenzial mindestens 10 bis 15 %. Sind die Jahresabschlusszahlen (07.12.) dafür ein Trigger? Vorerst meiden, aber im Auge behalten.

Dies ist ein Ausschnitt aus dem Frankfurter Börsenbrief Nr. 46 vom 17.11.2018.

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07:27 | SIXT macht Spaß

Deutschlands größter Autovermieter SIXT profitiert von der stark wachsenden Nachfrage von Firmenkunden,
Privatkunden und Touristen im In- und Ausland. Nach einem weiteren Rekordergebnis im 3. Quartal kündigte Vorstandschef und Großaktionär Erich Sixt am Donnerstag für das Gesamtjahr rund 10 % mehr Umsatz und mindestens 15 % mehr Gewinn vor Steuern an. Die 196 Mio. € Gewinn aus dem Verkauf der DriveNow Carsharing-Anteile an BMW seien dabei noch nicht mitgerechnet. Obwohl die Vermietflotte stark gewachsen sei, ist die Auslastung noch gestiegen. Sehr erfreulich ist die Entwicklung in den USA, wo SIXT mit seinem Service über dem landesüblichen Niveau punktete und trotz hoher Investitionen profitabel war. Nächstes Jahr soll die
Flotte in den USA um ein Viertel auf 25.000 Autos aufgestockt werden - verglichen mit 50.000 Autos in Deutschland. Der US-Markt werde für viele Jahre ein Wachstumstreiber des Konzerns sein, sagte Erich Sixt. Im 3. Quartal stieg der Umsatz aus Vermietung und Leasing um 18 % auf 789 Mio., der Gewinn vor Steuern sogar um 27,5 % auf 155 Mio. €. Vergangenes Jahr hatte der Konzern 2,3 Mrd. € Umsatz und 287 Mio. € Gewinn vor Steuern gemacht. Mittelfristig dürfte SIXT stark davon profitieren, dass man Mieten von einem Tag bis zu vier Jahren und Fahrerdienste aus einer Hand anbietet. An 6 deutschen Flughäfen liefen Tests für die Anmietung und Abholung von Mietautos per App, im kommenden Jahr soll das Modell ausgerollt werden.

Dies ist ein Ausschnitt aus der Termin-Börse Nr. 46 vom 17.11.2018.

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06:30 | Erstmals andere Perspektive: ZALANDO

Unsere bisherige Zurückhaltung war richtig. ZALANDO nähert sich der Halbierung des Kurses von 50 auf 25 €, wofür noch etwa 4 € fehlen. Doch in Berlin gibt es eine neue Sicht, die zunächst nur ein Gerücht ist: ZALANDO wagt ein erstes Experiment mit HUGO BOSS nach dem Prinzip shop in the shop. Es bedeutet: Erweist sich diese Idee als richtig, kann ZALANDO zu einer Art AMAZON aufgebaut werden, indem mit der hinreichend umfangreichen Logistik und dem schon bestehenden Kundenstamm (zurzeit 25,1 Mio.) das Lieferprogramm umfangreich ausgeweitet wird, praktisch für alle verbrauchernahen Gegenstände. Ob CEO Ritter dem folgt, ist noch offen. Doch die europaweite Präsenz von ZALANDO liefert zweifellos diesen Denkansatz als neue Perspektive, weil das Textilgeschäft allein es in der Marge nicht bringt. Wir setzen diese Aktie erst ab 25 € auf die Watchlist.

Dies ist ein Ausschnitt aus der Actien-Börse Nr. 46 vom 17.11.2018.

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