von 9:00 - 17:00 Uhr

11:49 | NORDEX läuft etwas zu schnell,....

wenn auch richtig. Gestern mit + 9 % etwas zu flott, aber bei immerhin 13,8 Mio. € Umsatz und Vorbild für alle anderen, insbesondere VESTAS WIND (als Größter) und auch SIEMENS GAMESA, wo es im Trend um die gleichen Sachverhalte geht, aber mit sehr unterschiedlichen Ansätzen. NORDEX ist der bekannteste Name in Deutschland dafür und deshalb ist die Aktie ein wunderbares Spielpapier.

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10:29 | LLOYDS verlustiert Hypotheken

Nein, so lustig wie es sich anhört - es ist ganz das Gegenteil: Die britische Großbank Lloyds hat ein milliardenschweres Paket an Immobilienkrediten mit Verlust an den Wettbewerber Barclays verkauft. Barclays zahlt rund 4 Mrd. Pfund (4,6 Mrd. Euro) für das 4,3 Mrd. Pfund schwere Paket an irischen Wohnbauhypotheken. Darunter befinden sich faule Kredite im Volumen von 300 Mio. Pfund. Für den Verkauf nimmt Lloyds einen Verlust von 110 Mio. Pfund vor Steuern hin, der im ersten Halbjahr verbucht wird.

Lloyds will sich stärker auf das Geschäft in Großbritannien konzentrieren und das Kapitalpolster stärken. Die Kernkapitalquote steigt Unternehmensangaben zufolge durch den Verkauf um etwa einen Viertelprozentpunkt. Nun hat man kaum noch irische Kredite im Portfolio. Im vergangenen Jahr brockten die nun veräußerten Hypotheken dem Institut einen Verlust vor Steuern von rund 40 Mio. Pfund ein.

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09:28 | Gewinnertyp: UNIPER

Die Diskussionen um die deutsche Energieszene sind teilweise belustigend. UNIPER war gestern Tagesgewinner mit + 2 %. Es ist ein Beispiel dafür, wie schwierig es ist, den deutschen Kohlestrom als Markt richtig einzuordnen. Wir eröffnen die zweite Etappe für diese Spekulation, nachdem wir die erste ab Ende 2016 bis Anfang dieses Jahres mit sehr hohen Kursgewinnen von über 100 % begleitet haben. Erneut geht es darum: Was ist Kohlestrom wert, wenn die Strompreise ab etwa dem zweiten Halbjahr deutlicher zulegen, wie dies die Preise für die CO2-Zertifikate schon anzeigen? Größter Gewinner dieser Konstellation ist der künftige UNIPER-Großaktionär FORTUM, bei dem wir gleichfalls investiert bleiben.

Dies ist ein Ausschnitt aus der heutigen AB-Daily.

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08:31 | HOME24 will an die Börse

Der Möbelhändler will bei seinem IPO 150 bis 200 Mio. Euro einsammeln. Das Geld soll zur Finanzierung des Wachstums dienen. Einen Termin für den Börsengang nannte Home24 nicht, doch in der Regel vergehen zwischen offizieller Ankündigung und Erstnotiz rund vier Wochen. Home24 schreibt bislang noch Verluste. Beim Betriebsergebnis (bereinigtes Ebitda) will das Unternehmen innerhalb von 18 Monaten die Gewinnschwelle erreichen. Home24 hat 1.000 Mitarbeiter und ist in sieben europäischen Ländern sowie Brasilien aktiv.

Sollte Home24 den Sprung aufs Parkett schaffen, wäre es nach dem Essenslieferdienst Delivery Hero und dem Kochboxen-Versender Hellofresh das dritte Unternehmen aus dem Reich von Rocket Internet an der Börse. Begleitet wird der Börsengang von Berenberg, Citigroup, und Goldman Sachs. Just nice to know: Die Altaktionäre um Rocket Internet werden keine Anteile auf den Markt werfen. Der Investor hält 41 % an dem Möbelhändler, der schwedische Risikokapitalgeber Kinnevik 17 %.

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07:34 | Offener Rahmen bei VISCOM

Die Zahlen von Viscom sind nicht zufriedenstellend. Zwar konnte der Spezialist für Inspektionslösungen das Ordervolumen im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22,6 % auf 24,7 Mio. € steigern, doch in den Kennzahlen schlägt sich dies noch nicht wirklich nieder. Beim Umsatz war Ebbe angesagt: Von etwa 19,5 Mio. fiel man auf knapp 16,8 Mio. € zurück, das Ebit hat sich unter dem Eindruck des schwächeren Umsatzes, aber auch angesichts von höheren Personalkosten und einem hohen Bestandsaufbau grob gezehntelt auf gerade mal 253 T€, das Periodenergebnis landete bei 395 T€, während es im Vorjahreszeitraum noch etwa 1,88 Mio. € gewesen waren. Wir hatten bereits auf einen wichtigen internen Wechsel hingewiesen. Volker Pape, Vertriebs-Vorstand und Mitgründer des Unternehmens, hatte den Wunsch geäußert, noch vor der
diesjährigen Hauptversammlung am 30.05. sein Vorstandsmandat niederzulegen und sich dann in den Aufsichtsrat wählen zu lassen. Mit etwa 63 Jahren ist Pape
durchaus in einem Alter, wo man es auch etwas ruhiger
angehen darf. In Verbindung mit den Zahlen setzt der
Wechsel aber erst mal Fragezeichen, zumal Pape nicht nur Vorstand, sondern auch Großaktionär ist. Direkt bzw. über die Zwischengesellschaft HPC Vermögensverwaltung GmbH liegen etwa 59,6 % der Aktien bei Pape bzw. auch bei dem Unternehmens-Mitbegründer Dr. Martin Heuser. Fazit: Thematisch ist Viscom weiterhin sehr reizvoll und das Potenzial in einer häuf g miniaturisierten Elektronik-Welt erscheint hoch. Doch zunächst ergibt sich ein etwas offener Rahmen. Ob der ganz kurze Aufwärtstrend hält, ist eine berechtigte Frage.

Dies ist ein Ausschnitt aus dem Frankfurter Börsenbrief Nr. 20 vom 19.5.2018.

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06:30 | Klein aber fein: M-U-T AG

Einer der kleinsten, aber rasant wachsenden Spezialisten im Sektor optische Messtechnik auf der Basis spektraler Sensorik war M-U-T AG Messgeräte für Med.- und Umwelttechnik. Die Bergfahrt von 8 bis 23 € haben wir in den vergangenen Monaten verpasst. Die Korrektur läuft und hat zwei Basislinien, 16 oder 14 €. Die relative Marktenge macht den Einstieg schwer. Aber: Am 23. Mai gibt es die nächsten Ergebnisse. Voraussichtlich 61 Mio. € mit einer annualisierten Wachstumsrate von jährlich um 10 bis 13 %. Für dieses Jahr sind 68 Mio. € geplant. M-U-T deckt damit die Sektoren
Medizin-, Umwelttechnik und teilweise Landwirtschaft ab. Marktwert 101 Mio. € und damit angesichts des sehr
speziellen Produktportfolios eine technische Herausforderung. Ergo: Ersteinstieg billigst mit Nachstieg auf
den genannten Ebenen.

Dies ist ein Ausschnitt aus der Actien-Börse Nr. 20 vom 19.5.2018.

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